Eine Heizung rastet aus


Das Fest 2008: Freitag
Samstag, 19 Juli 2008, 14:02
Gespeichert unter: Musik! Musik!

Klausurenzeit, das bedeutet auch immer FEST-Zeit. Zwar ärgerlich, dass das immer zusammenfallen muss – so kann man nicht das ganze Wochenende in der Klotze verschimmeln, sondern muss sich die Zeit etwas einteilen.

Wie dem auch sei, dieses Jahr war die Auswahl der Bands eine Spur kleiner ausgefallen – verständlich nach den Erfahrungen des letzten Jahrs, als es bei den Headlinern Beatsteaks und Fanta 4 einfach viel zu voll war. Und so sind die Sportfreunde Stiller dieses Mal die einzige Band, die ich unbedingt sehn will.

Ich kam kurz nach sechs an und kam damit gerade rechtzeitig zu Futile, einer Band aus der Region. Und so klangen sie irgendwie auch: Ganz nett, die Songs passen schon – aber irgendwie etwas langweilig. Und so plätscherte ihr härterer Rock mit sanfter Stimme und bombastischen Songtiteln so vor sich hin.

Bis danach Revolverheld die Bühne enterten. Ich ging mit sehr niedrigen Erwartungen an ihren Auftritt ran – und das war gut so. Denn sie sind tatsächlich so schlecht, wie ich vermutete. Es ist ja nicht so, dass sie sich keine Mühe geben würden, ganz und gar nicht – da wird gerockt und gesprungen, dass es eine Freude wäre. Wenn, und das ist das Problem, ihre Songs nicht völlig unterirdisch wären. Sind sie aber leider. Vielleicht hat’s ja der MTV-Generation gefallen.

Dann waren aber endlich die Sportfreunde dran, mit einer sehr grünen Bühnendeko (Gitarre, Bass, Verstärker – alles grün). Und sie legten einen super Start mit „Tage wie dieser“, „Wellenreiten 54“, „Heimatlied“ und „Wunderbaren Jahren“ hin. Leider konnte ich den nicht so genießen, da es zu Beginn im vorderen Wellenbrecher wieder mal zu voll war und deswegen viel gedrückt und geschoben wurde. Zum Glück legte sich das nach 15-20 Minuten und ich konnte das Konzert doch noch genießen. Dabei stellte ich fest, dass sich die Sportis (gewollt oder ungewollt) so einiges von den Beatsteaks abgeschaut haben. Allem voran der DJ, der immer wieder (in meinen Augen zu oft) zwischen den Song HipHop-Beats vom Stapel ließ. Abgesehen davon ein schönes Konzert einer recht sympathischen Band, deren musikalischen Begrenzungen allerdings deutlich zu merken waren – die Bridge besteht bei der Mehrzahl der Songs nunmal aus Akkordgeschrubbel, über dem Keyboard-Melodien (leider vom Band) eingespielt werden. Einfallsreich ist das nicht, aber ich mag die Sportis und ihre Songs einfach. Viele andere vermutlich auch – und deshalb funktioniert’s. Es gab auch mal wieder einen schönen Sternenhimmel (genauer gesagt erstrahlte der ganze Mount Klotz bei „Siehst du das genauso?“ vor Feuerzeugen und leuchtenden Handy-Displays – immer wieder ein riesiger Anblick). Und so konnte ich auch über den nicht optimal abgemischten Sound hinwegsehn.


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