Gespeichert unter: Lebenserfahrung satt
Neulich gesehn und nicht schlecht gestaunt: Xobni, ein sehr, sehr mächtiges Outlook-PlugIn. Das kleine Ding kann so allerhand. Kurz gesagt, legt es dir zu jeder Person, mit der du mal per eMail kommuniziert hast ein Profil an
Auf diesem kann man dann so allerhand sehn: Welche gemeinsamen Kontakte ihr habt (u.A. durch das Vorhandensein von CC’s), natürlich eure gesamten Kommunikationsverlauf und sämtliche Dateien, die versendet wurden. Dann noch Telefonnummern, die aus Visitenkarten oder dem Nachrichtentext extrahiert wurden und (ganz besonders schöne Spielerei und sicherlich auch nützliches Tool zum Optimieren des eigenen eMail-Zeitaufwands) Statistiken ohne Ende: Wann du (oder der Partner) bevorzugt eure eMails geschrieben habt, wie lange die Antworten auf sich warten ließen (abhängig vom Wochentag), wie lange du zum Verfassen der Mails gebraucht hast, etc.
Doch die erste Faszination wich sofort ziemlichen Bauchschmerzen, was die Macht der Daten, die sich daraus gewinnen lassen, angeht. Dazu muss man wissen, dass mich Datenschutz normalerweise völlig kalt lässt (und ich Panikmache hasse) – aber das hier ist nochmal ein ganz anderes Level als das bisher dagewesene. Vergiss StudiVZ und Dinge, die über Google über dich herausgefunden werden können – denn das sind Sachen, die du freiwillig zur Verfügung stellst und über die du Kontrolle hast (und nebenbei recht unsensible Daten). Aber die gesamte eMail-Konversation freiwillig überwachen zu lassen? Wow, da steckt wirklich viel dahinter. Sehr viel. Über DIESES Profil wär so mancher dankbar.
(Da ich allerdings Thunderbird und kein Outlook benutze, kommt das Teil für mich eh nicht in Frage. Zum Glück – denn reizen würde es mich natürlich schon.)
Noch keine Kommentare bis jetzt
Kommentieren
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>