Gespeichert unter: Nicht für das Leben, für die Uni lernt man, Unzufrieden, unzufrieden!
Heute Morgen waren wir auf der Suche nach „Passierschein A38″ – in unserem Fall die Ergebnisse der Klausur im Öffentlichen Recht. Diese sollte nämlich letzte Woche veröffentlicht werden, nachdem die sechswöchige Frist, innerhalb derer Klausuren korrigiert werden müssen, verstrichen war. Die Sekretärin fragte nach, ob es sich um eine Diplom- oder eine Bachelorklausur handle und auf unsere Antwort (Bachelor), musste sie verneinend mit den Achseln zucken: Das sei die Aufgabe ihrer Kollegin – deren Schreibtisch ihrem genau gegenübersteht. Und die sei leider momentan krank. Aber sobald sie wieder genesen sei, werde sie die Ergebnisse aushängen.
Dies war der Moment, an dem ich den Glauben an unsere Uni-Verwaltung endgültig aufgegeben habe. Andererseits – dass Kompetenzüberschreitung in der öffentlichen Verwaltung gar nicht gern gesehen sind, weiß jeder, der schon mal im Rathaus etwas erledigen wollte – da ist nämlich eigentlich immer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich die zuständige Sachbearbeiterin im Urlaub… und die anderen wissen nichts davon.
Aber vielleicht braucht man für das Aushängen von Bachelor-Ergebnissen auch eine ganz spezielle Fortbildung…
Gespeichert unter: Lebenserfahrung satt
Ich möchte dem Erfinder das Fahrrads auf diesem Weg mal danken – auf keine andere Weise kommt man gleichsam schnell, sparsam und völlig individuell und frei von Begrenzungen, die einem Fahrpläne, Straßen und Ampeln *hust* auferlegen, ans Ziel. Besonders in Städten wie Karlsruhe wirklich ein Traum… und oftmals sogar einiges schneller als mit dem Auto. Nur bei Langstrecken und viel Gepäck hat dieses dann doch die Nase vorn – aber wie oft betrifft einen das als Student denn schon?
Ach, und mit gutem Wetter macht das gleich doppelt Spaß. So wie jetzt…
Gespeichert unter: Nicht für das Leben, für die Uni lernt man
Tja, ich hab im Moment einfach keine Inspiration, um was zu schreiben. Langweilig ist mir aber nicht – das Semester hat vor einer Woche wieder angefangen. Und dieses Mal sind fast alle Vorlesungen einigermaßen interessant – einzige Ausnahme: Technische Informatik, das mich absolut überhaupt nicht fasziniert. Dafür aber sehr spannende Themen in Angewandter Informatik, mit Abstrichen auch BWL und der Privatrechtlichen Übung.
Im Spanisch-Kurs wurde ich heut Mittag von den andren vier schon-ewig-in-Spanien-oder-Latinoamérica-gewesenen Mitkursteilnehmern fachgerecht zerlegt. Zwei Jahre können sehr lang sein, wenn man sich in dieser Zeit mit einer Sprache überhaupt nicht beschäftigt hat…
Gespeichert unter: Musik! Musik!
„No’one’s gonna take me alive,
The time has come to make things right.
You and I must fight for our rights,
You and I must fight to survive!“
MUSE – eine Band, größer als das Universum. Oder ist nur ihr Ego so groß? Das muss jedenfalls am Explodieren sein… anders kann man sich diesen majestätischen Einzug ins mit 90.000 Zuschauern ausverkaufte und u.a. mit gigantischen Satellitenschüsseln auf der Bühne dekorierte Londoner Wembleystadion nicht erklären:
„Our hopes and expectations:
Black holes and revelations.“
Endlich bin nun auch ich im Besitz der Live-DVD einer der größten Rockbands unserer Zeit (ich denke, das kann man auch als objektiver Betrachter so stehen lassen), nachdem CDwow mich wochenlang warten ließ (nie, nie, nie mehr bei Neuerscheinungen dort bestellen – auch wenn’s drei Euro billiger ist, als anderswo!).
Und die Erwartungen wurden voll erfüllt. Eine erstklassig gefilmte und produzierte Show, die ihren Namen verdient. Wenn Lichtgewitter aufs Publikum niedergehn, mehr Nebel verbraucht wird, als im Jahresdurchschnitt in einer englischen Küstenstadt liegt, eine Tänzerin am Ballon durchs Stadion schwebt und die drei Bandmitglieder sich professionell in Szene setzen – dann gehört das visuell zum Eindrucksvollsten, das auf Konzert-DVDs zu finden ist.
„’cause I want it now,
I want it now,
give me your heart and you soul!
and I’m breaking out,
I’m breaking out,
last chance to lose control!“
Doch da gibt es auch noch die Musik. Und die toppt das ganze – bei aller Bescheidenheit – nochmals locker. Einmalig, wie Matthew Bellamy fließend zwischen „normalem Gesang“ und fast schon winselnder Kopfstimme hin und her wechselt. Wie er mit seiner Gitarre eins wird und ihr gleichermaßen an infernalischen Lärm grenzende Soundgewitter und sanfte, zerbrechliche Klänge entlockt. Wie mit dem Klavier klassische Elemente Eingang finden. Wie Gitarre und Bass dank diverser Effekte soundtechnisch ineinander übergehen und gemeinsam mit dem stoisch groovenden Schlagzeug, das dem Wort „Begleitinstrument“ eine ganz neue Definition verleiht, einen Klangteppich bilden, der derart dicht ist, dass beim besten Willen keine Lücke mehr zu finden ist.
„I’ll be there as soon as I can
But Im busy mending broken pieces of the life I had before.“
Von den 20 Songs stammt die Mehrzahl vom aktuellen Album „Black Holes and Relevations“, wobei einfach mal der Opener (grandios: Knights of Cydonia) und der Schlusstrack vertauscht wurden, aber auch ältere Klassiker wie „Unintended“, „Plug In Baby“ und „Butterflies & Hurricanes“ wurden in die Setlist aufgenommen.
Was soll ich sagen? Uneingeschränkte Kaufempfehlung, wenn man auch nur irgendetwas für Musik übrig hat – für Musik abseits von gecasteten Plastik-Bands und dudelnder Fahrstuhlsülze, für Musik, die energiegeladen, emotional und ambitioniert ist. Muse ist unangefochten derzeit die definitiv beste Band der Welt. Punkt, aus, keine Diskussion!
„And this is the end, the end.
This is the end
Of the World!“
(Und sollten sie sich irgendwann mal wieder in eine beliebige deutsche Stadt begeben – ich werde da sein!)
Gespeichert unter: Lebenserfahrung satt
Nachdem ich heute wieder mal die Erfahrung gemacht hab, dass eine Verabredung an unklar definiertem Ort zusammen mit Verspätung, Handy vergessen und Handynummer des anderen vergessen eine ganz ungesunde Mischung ergibt, stellt sich mir doch wieder mal die Frage: Wie haben die Leute das früher, vor sagen wir mal 15 Jahren, gemacht? Hat man damals etwa Verabredungen eingehalten? Kam man gar pünktlich?! Eine ganz fremde Welt…
Gespeichert unter: Nicht für das Leben, für die Uni lernt man, Unzufrieden, unzufrieden!
Ich habe es tatsächlich geschafft: Ich bin für einen Uni-Sprachkurs angemeldet
Das sei doch nichts besonderes, meint ihr? Oh, da täuscht ihr euch…
Rückblende auf Freitag: Es wird offiziell bekannt gegeben, was so mancher schon vorher wusste: Die Studenten unsrer Uni dürfen alle einen Sprachkurs kostenlos belegen (statt der 50 Euro, die es vorher im Semester kostete). Wegen Studiengebühren und so. Schön – wenn gleichzeitig auch die Kapazitäten erhöht worden wären. Sind sie aber nicht, ganz im Gegenteil. Statt vier Kursen „Business English 2″ gibt es jetzt nur noch einen.
Montag 0:00 Uhr: Die Anmeldung sollte jetzt online starten, nach dem „First come, first served“-Prinzip. Pustekuchen. Wegen „technischer Probleme“ (vermutlich war der Internet-Hiwi nicht fix genug) verschoben auf 12:00 Uhr.
Montag 12:00 Uhr: Das gesamte Uni-Internet liegt wegen eines Wasserrwohrbruchs im Rechenzentrum flach. Ok, dafür können sie wirklich nichts. Gerüchte machen sich breit, dass man vom Rechenzentrum aus trotzdem auf die Anmeldeseite zugreifen kann und einige Kurse schon fast voll seien. Die Gerüchte werden kurz darauf dementiert. Anmeldung verschoben auf Dienstag 12:00 Uhr.
Dienstag 12:00 Uhr: Pünktlich wird das Anmeldeformular freigeschaltet. Doch in Sekundenschnelle geht gar nichts mehr. Völlig überlastet meldet das Python-Skript nur noch Timeout-Errors. 5000 Studenten stürmen die Website des Sprachenzentrums, der Server wird im Sekundentakt aus- und wieder angeschaltet. Ich hole mir ein Buch und lese nebenher vier Kishon-Satiren. Eine knappe halbe Stunde habe ich nun schon mit Refreshs und erneutem Eingeben der Daten verbracht, die freien Kursplätze schrumpfen in dieser Lotterie des „wer erwischt eine freie Sekunde auf dem Server“-Spiels merklich zusammen. Doch dann, urplötzlich und völlig unerwartet folgende Meldung: „Ihre Daten wurden gespeichert. Sie sind nun verbindlich für den Kurs English for Work angem…“ Weiter komme ich leider nicht mit dem Lesen, denn mir laufen heiße und kalte Schauer den Rücken herunter, meine Augen füllen sich mit Tränen und ich bringe nur noch ein leise gestammeltes „Ich danke der Academy…“ hervor, bevor ich vor Glück zusammenbreche. Ich habe es geschafft, mich für einen Sprachkurs anzumelden. Hallelujah.
Gespeichert unter: Very funny, ha ha
„Nur wir zwei? Nur Claus Kleber und Gundula Gause?“
Und für alle, denen das noch nicht genug Klamauk ist, wird es jetzt völlig abgedreht:
Gespeichert unter: Lebenserfahrung satt
Gestern war mal wieder der erste April und ich hab es tatsächlich erst gemerkt, als ich das erste Mal ver… an der Nase herum geführt wurde. Und zwar mit einer wirklich abstrusen Geschichte bei sound7. Das hat mir mal wieder gezeigt, dass ich eindeutig zu leichtgläubig bin… nicht nur am ersten April – ich gehöre vermutlich zu den Leuten, die man relativ einfach verwirren kann
Wenigstens hat dann auch jemand mein Geschichtchen geschluckt, dass die ÖR-Ergebnisse nicht erst in drei Wochen, sondern die nächsten Tage rauskommen sollen… für weitere Scherze war ich nicht kreativ genug. Und im Moment anscheinend auch nicht für viele Blog-Einträge.