Gespeichert unter: Nicht für das Leben, für die Uni lernt man, Very funny, ha ha
Nachdem ich in den letzten Tagen entweder keine Zeit oder keine Muse hatte, ist sie nun fertig: Die einzigartige und garantiert nur für Inwis verständliche Geschichte des dritten Semesters.
Die Sonne ging auf im supranationalen Königreich Amador und Königin Dorothea begab sich mit ihren Söhnen Markus Cocke, Martin Younger und Reinhard Kasami zum Frühstück. Doch wie sie gerade ihre Hauptversammlung antraten, erscheint ihr Hausdiener, Signore Gozinto, völlig außer Atem an der Tür. „Stasi ist raus!“, rief er aufgeregt. Und tatsächlich, Stasi, der süße kleine Zottelbär (wobei „süß“ und „klein“ immer relativ zu sehen sind), den die Königsfamilie als Haustier gehalten hatte war verschwunden. Und nicht nur das, auch Reinhards gelbe Lieblingsjacke ließ sich nirgends im königlichen Schloss finden. „Ich will sofort ein Erklärungsmodell für diesen Grundrechtsverstoß! Und dass mir ja keiner mit Stereotypen, Ontologien oder nichtssagenden Gödelnummern ankommt!“, schrie Dorothea.
Ganz klar ein Fall für die beiden FBI-Agenten Neyman & Pearson, deren Spezialgebiet unentscheidbare Probleme waren.
„Alles pillepalle, erstmal Bubu machen“, meinte Neyman und nahm einen tiefen Zug aus seiner Pfeife.
„Ab geht er!“, pflichtete Pearson ihm zu. „Wir gehen nämlich nach dem allgemeinen Vernunftprinzip vor und erstellen erst eine suffiziente Anforderungsanalyse – das nennen wir die Big-M-Methode. Aber zuerst müssen wir mit den Wissensträgern sprechen und diese Informationen nach dem Enumerationsprinzip konkatenieren – danach haben wir hoffentlich ein verkürztes Tableau. Bisher war das immer der gleichmäßig beste Test zum Niveau a. Ein Orakel brauchen wir da nicht.“
Und so begannen sie mit ihrer Instanzüberprüfung bei Signore Gozinto.
„Rück raus mit der Diagonalsprache!“, forderte Neyman ihn auf.
„Ich.. ich.. ich bin äh eine Nichtschlüsselattribut, das Sie mussen mir glauben!“, höchstötterte Gozinto, der sehr nervös war, weil er seine Aufsichtsratspflicht verletzt hatte.
„Ein sehr stiller Gesellschafter“, brummte Neyman.
„Wenig konsistent“, pflichtete ihm Pearson zu.
„Ach, mir doch fallen etwas ein. Vorhin kam Travelling Salesman mit riesige Knapsack vorbei.“, ergänzte Gozinto schnell.
„Hm, vielleicht ist das eine zulässige Startlösung“, hoffte Neyman. „Ich hoffe, du schwindelst uns nicht an. Ansonsten müssen wir dich und deine ganze Exponentialfamilie gnadenlos faktorisieren!“
„Branch-and-Bound!“, grinste Pearson. “Erbarmungsloses Schnittebenenverfahren.”
Die beiden machten sich ausgehend von dieser Nullhypothese auf die Suche nach dem Travelling Salesman.
„Meinst du, wir können dieser inhärent mehrdeutigen Church’schen These vertrauen, ohne eine Sensitivitätsanalyse durchzuführen?“, fragte Neyman.
„Wir sollten bei der Selektion jedenfalls keiner Regula Falsi nachgehen“, meinte Pearson. „Dafür ist der Kapitalwert zu hoch und wir haben nicht mehr viel Ammortisationszeit. Da müssen wir eventuelle Nebenbedingungen außer Acht lassen.“
Doch scheinbar war ihr Approximationsschema nicht verklemmungsfrei und nach einigen gescheiterten Stichproben kam es den beiden so vor, als würden sie sich auf einem Hamilton Circuit bewegen. Eine erwartungstreue Konfidenzintervallschätzung war in weite Ferne gerückt.
Neyman zweifelte: „Langsam frage ich mich, ob es hier überhaupt einen Existenzquantor gibt. Vielleicht handelt es sich bei der ganzen Sache auch nur um einen Scheinvorgang…“
Pearson versuchte, ihn zu beschwichtigen: „Ach, der geht uns schon noch ins Petri-Netz!“
Da begegneten ihnen Harry und James Potter sowie ein Franzose, der in Karlsruhe ein Fitnesscenter mit Bar, Geschäft für Sportergänzungsprodukte und Parfümerie betreiben will. „Ob-er-(wohl-etwas)-weiß?“, fragte sich Neyman.
„Ich denke, ich kann zu Ihrem Parameterraum etwas beitragen“, antwortete der Franzose. „Schauen Sie sich mal beim Butzemann um, er wäre ein zulässiger Punkt… aber Vorsicht, er hat eine gefährliche MadCow! Eröffnen Sie also sofort den Schutzbereich, wenn Sie sie sehen.“
Neyman und Pearson erschien diese Information endlich mal als regulärer Ausdruck und sie hofften mithilfe dieser Zielfunktion auf einen schnellen Kleene’schen Abschluss ihres Suchproblems.
Angekommen beim Butzemann nahmen sie der MadCow mithilfe der Einbettung in eine abgeschlossenen Hülle sofort ihre Grundfreiheiten, um sie von jeglicher Mitwirkung auszuschließen.
„Puh, die ist ganz schön NP-schwer“, stöhnte Neyman, als er sie gemeinsam mit Pearson in eine am Wegrand liegende T-Box sperrte. „Closed World, meine Liebe“, grinste er sie an, als sie in ihrem Semantic Web zappelte und vergeblich einen komplementären Schlupf suchte.
Plötzlich stürmte der Butzemann aus seiner Pivotspalte: „Was machen Sie denn da?! Ich muss wohl meiner Rügepflicht nachkommen!“, rief er empört. „Schließlich habe ich hier die Geschäftsführung!“
„Keine Sorge, sie hat genug P-Space.“, entgegnete Neyman. „Aber nun zu Ihnen, Sie Kannkaufmann! Haben Sie vielleicht eine Beschreibungslogik für den Vorfall im Königshaus?“
Der Butzemann stellte blitzschnell eine Kostenvergleichsrechnung auf und sah ziemliche Inferenzprobleme auf sich zukommen. Er versuchte, über eine Swimlane zu seiner Turingmaschine fliehen. Doch da war er an die falschen geraten. Neyman führte seinen berühmten Full-Outer-Theta-Join durch und Pearson packte den noch lebendigen, aber stark zusammenhängenden Butzemann in ein stellenberandetes Teilnetz und machte sein Halteproblem damit perfekt.
„Ich denke, die Risikofunktion haben wir jetzt minimiert. Ich hoffe, das ist für dich eine semantische Integritätsbedingung, Freundchen!“, grummelte Pearson.
„Aua… meine Knochen sind jetzt rekursiv aufzählbar“, jammerte der Butzemann. „Das war doch nicht angemessen oder gar verhältnismäßig! Haben Sie überhaupt eine Passivlegitimation?“
„Wirst du wohl sprechen?! Oder sollen wir tatsächlich Ogden’s Lemma oder eine Maßnahme gleicher Wirkung anwenden und dich in Greibach-Normalform bringen? Dann wär’s aber aus mit deinem physischen Entwurf!“, brüllte Neyman ihn an.
„Bitte keine Vergröberung! Ich bin doch so ein Weak Entity…“, flehte der Butzemann. „Na gut… dann füge ich mich eben dem Zitiergebot. Zuerst sollten Sie wissen, dass hier eine kontextsensitive mehrstellige Beziehung vorliegt. Die Primärschlüssel waren Tschebyscheff und Chomsky!“
Der geneigte Leser wird sich nun fragen, wer sich hinter dieser Genossenschaft verbirgt. Doch für Neyman und Pearson war die Potenzmengenkonstruktion nun berechenbar und der logische Entwurf zeichnete sich vor ihrem inneren Auge ab: Die bösen russischen Zauberer Tschebyscheff und Chomsky hatten die Warenverkehrsfreizügigkeit schon des Öfteren sehr teleologisch ausgelegt doch mit dieser Enteignung war der Wesensgehalt der Eigentumsfreiheit endgültig angetastet.
Aber aufgrund ihrer starken Dualität war eine Verhaftung der beiden nicht simplex. Sie hatten sich mit der Subsumption des halben Königreichs ein konzeptuelles Schema geschaffen und die daraus folgende starke Vergesellschaftung dieser Clique schuf eine gewisse Passivlegitimation. Jeder endliche Automat versuchte, in der Chomsky-Hierarchie möglichst weit aufzusteigen – vielleicht sogar in den Vorstand. Und da fast alle in einer Nerode-Relation zu ihnen standen wurde jeder kritische Vorgang nach dem Toleranzkriterium behandelt und Junktimklauseln eigentlich nie angewendet.
Doch nun hatten Neyman und Pearson durch diesen Auffangtatbestand eine statthafte Klageart und aus einem NP-vollständigen Entscheidungsproblem war durch diesen Epsilon-Übergang ein relaxiertes Problem entstanden. Diese unzulässige Legalenteignung würde auch die Supersivionsinstanz als akzeptierenden Endzustand anerkennen, denn ein legitimer Zweck war nicht mehr zu erkennen.
Die beiden festzunehmen, sollte eigentlich ein rein ganzzahliges lineares Optimierungsproblem sein: Tschebyscheff und Chomsky waren nicht sonderlich intelligent, sie beherrschten nicht mal das Bandalphabet und die universelle Sprache.
„Die Zauberer hängen bestimmt im CMYK ab, schauen 3SAT, malen 3Color-Bilder aus und spielen mit dem Pumping Lemma oder einem anderen stupiden Zweipersonen-Nullsummenspiel. Ach… und bitte berücksichtigen Sie, dass ich von ihnen voll elementar funktional abhängig war. Da lagen quasi zwingende Bedürfnisse meines persönlichen Allgemeinwohls vor. Und ich war ja eigentlich nur ein überflüssiger Zustand…“, bat der Butzemann.
„Jetzt aber keine Pufferzeit verstreichen lassen, sonst sind sie vielleicht bald schon wieder im Reisegewerbe.“, rief Neyman, während er sich zur Übergangsfunktion bereitmachte
Neyman und Pearson schlichen leise die Drei-Stufen-Lehre in den dunklen Kellerautomat herab, schließlich wollten sie den Leverage-Effekt ausnutzen. Doch was sie da vorfanden, überraschte sie: Tschebyscheff und Chomsky lagen vollständig unimodular am Boden, nachdem sie zu viel belgisches Bier und Cassis-de-Dijon getrunken hatten. Neben ihnen an mehreren Stellen der gesamte Lagerbestand, den sie durch ihre Netzplantechnik angesammelt hatten. Darunter Stasi, der zufrieden einen Yufka knabberte, mehrere duale Variablen, ein paar gebrauchte Entitys, ein brandneuer PDA und einige Autos.
„Hitzfeld! Ein Ferrari!“, rief Neyman begeistert aus.
„Norbert, ist doch nur ein Fiat…“, korrigierte ihn Pearson verächtlich. „Jedenfalls ist der Wiedergewinnungsfaktor für die Eigentümer enorm. Die müssen eine gehörige Schadensfunktion erlitten haben.“
Als die beiden Agenten sie in ein Vertex-Cover packen wollten, wachten Tschebyscheff und Chomsky auf. Enttäuscht seufzten sie: „So was dummes, dabei hatten wir so einen guten vollständigen Finanzplan…“. Doch sie beugten sich der Personalkonzession und wurden mit einem k-fachen Produkt, das keinen Netzmorphismus zuließ, auf einen Stack gefesselt.
Die beiden Agenten durchquerten gemeinsam mit ihren Gefangenen das Wald-Kriterium und näherten sich bald dem königlichen Schloss.
„Houston, wir haben eine Lösung!“, rief Pearson schon von weitem.
„Na dann lasst mal die Ergebnisse sprechen!“, meinte Dorothea erwartungsvoll.
Und das taten Neyman und Pearson. Sie lieferten ein komplettes Beschreibungsmodell mit allen Inhalts- und Schrankenbestimmungen – und zwar ex tunc. Dorothea war totalrekursiv glücklich und belohnte sie wegen des besonderen öffentlichen Interesses mit einer großzügigen Gesamtkapitalrendite.
Endwert gut, alles gut.
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