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Lang nichts mehr geschrieben… mir fehlen im Moment Themen und Motivation – und Schreiben um des Schreibens Willen, darauf hab ich keine Lust. Aber wenn sich, wie jetzt, ein Anlass findet, dann pack ich den doch gern am Schopf.
Anlass ist das gestrige Konzert in Schwaigern (ja richtig, das klingt so ähnlich wie „schweigen“ – aber den Witz hab ich jetzt oft genug gehört). Crushead, Verra Cruz und Kat haben sich zusammengetan und tingelten die letzte Woche über die Dörfer. Selten genug, dass es solch eine Tour im christlichen Bereich überhaupt gibt, und wenn sie dann ganz in der Nähe der alten Heimat vorbeikommt, muss man eigentlich schon hingehn. Der Grund war dann für uns auch weniger Crushead, die wir mittlerweile einfach zu oft gesehen haben und die doch eine etwas jüngere Zielgruppe ansprechen, als vielmehr Verra Cruz. Die Briten bewegen sich mit ihrem bluesigen Rock in musikalischen Zeitaltern, die eher den 70er-Jahren zuzuordnen sind – auch was ihre Optik angeht.
Doch den Anfang machten Cloverleaf. Die junge Band aus Schwaigern machte ihre Sache gar nicht schlecht, sind mir aber auch nicht besonders ausgefallen.
Recht bald darauf kamen dann Verra Cruz an die Reihe. Wie schon gesagt, ist das keine Abgeh-Musik aber gut zum Zuschauen. Es fehlte mir danach etwas die Begeisterung, nichtsdestotrotz war es ein guter Auftritt – aber mit den Songs vom neuen Album wurde ich noch nicht so ganz warm.
Nach einer kurzen Andacht von Boppi spielte Kat dann einige akustische Songs und das hat mir eigentlich gar nicht schlecht gefallen. Der Gitarrensound war zwar grauslich, aber ihre starke Stimme kam problemlos dagegen an.
Doch auch sie spielte nicht länger als eine halbe Stunde und so war es noch verhältnismäßig früh am Abend, als dann Crushead ihren Headliner-Posten antreten konnten. Und holla die Waldfee – die Licht- und Bühnenshow inklusive fallendem Vorhang war wirklich sehr professionell. Und auch was die Songauswahl angeht, haben sie sich nicht lumpen lassen: „Wir haben ein paar alten Schinken geprobt“, ließen sie gleich zu Beginn verlauten. Einige dieser Schinken gehören zwar eh zum Standardprogramm, aber tatsächlich wurde das unsägliche neue Album weitgehend gemieden und so ließen auch wir alten Säcke uns noch zu einer Privatparty hinten beim Mischpult losreißen.
Insgesamt war’s ein ganz netter Abend und gut, um die lange Pause bis zum nächsten Konzert (das müssten dann die Ärzte im Mai in Karlsruhe sein) zu füllen.
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Manch einem düfte schon aufgefallen sein, dass ich ein gewisses Faible für Wortspiele habe. Asterix mag ich auch. Und am meisten mag ich die Wortspiele in den Asterix-Comics, wenn es um die Namen der Protagonisten geht, bei denen tatsächlich allzuoft gilt „Nomen ist Omen“. Wir kennen alle Verleihnix, Majestix und Troubadix – aber gerade bei den „Nebenfiguren“ lässt sich der eine oder andere Schatz finden. Im Folgenden eine (sicherlich unvollständige) Auflistung der schrägsten und kreativsten Namen, bei der ich mich unter anderem bei www.comedix.de inspierieren ließ (und in Klammern jeweils der Band, in dem er auftaucht). Herrlich
:
- Tullius Tortengus (Der große Graben)
- Claudius Speculatius (Asterix bei den Belgiern)
- Sinus, Cosinus & Hypotenus (Tour de France bzw. Asterix und der Avernerschild)
- Costa y Bravo (Asterix in Spanien)
- Magnix (Obelix GmbH & Co. KG)
- Fortwienix (Die große Überfahrt)
- Mannekenpix (Asterix als Legionär)
- Nullnullsix (Die Odyssee)
- Flisenlegis (Mission Cleopatra (Film))
- Claudius Nimdenbus (Asterix und Maestria)
- Cajus Musencus (Die Odyssee)
- Legionär Gutzufus (Asterix und die Normannen)
- Selfservix (Asterix und die Normannen)
- Grautvornix (Asterix und die Normannen)
- Numalfix (Asterix auf Korsika)
- Doktormabus (Asterix bei den Olympischen Spielen (Film))
- Kurzschlus (Die Lorbeeren des Cäsar)
- Gracchus Überflus (Die Lorbeeren des Cäsar)
- Titus Redeflus (Die Lorbeeren des Cäsar)
- Köllealaf (Asterix und die Normannen)
- Völligbaf (Asterix und die Normannen)
- Jellosubmarine (Asterix in Spanien uvm., Frau von Fischhändler Verleihnix)
- Gibtermine (Kampf der Häuptlinge, Sekretärin)
- Kantine (Asterix bei den Belgiern)
- Trauerklos (Asterix bei den Olypischen Spielen)
- Bratensos (Asterix bei den Olympischen Spielen)
- Sebigbos (Asterix bei den Briten)
- Lucius Nichtsalsverdrus (Tour de France)
- Legionär Schlagdraufundschlus (Asterix bei den Olympischen Spielen)
- Tullius Destructivus (Streit um Asterix)
- Numerus Clausus (Tour de France)
- Marcus Apfelmus (Asterix und der Avernerschild)
- Haudraufwienix (Asterix der Gallier (Film))
- Feistus Raclettus (Asterix bei den Schweizern)
Und nun die unangefochtenen Top3:
- Legionär Handzumgrus (Kampf der Häuptlinge)
- Legionär Taubenus (Streit um Asterix)
Doch auch die beiden sind nichts gegen die absolute Nummer eins:
- Radscha Nihamavasah (Asterix im Morgenland – dazu folgende Erklärung: Der Radscha herrscht über ein Königreich, in dem schon seit langer Zeit kein Wasser mehr gefallen ist und das deshalb gerade am Austrocknen ist. Und jetzt lest den Namen nochmals laut…)
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Sachverhalt:
Student UlfsHeizung (im Folgenden U. genannt) hat am 19.03.2008 eine Klausur im Öffentlichen Wirtschaftsrecht an der Universität Karlsruhe geschrieben. U. hätte dabei gerne auf ganzer Linie brilliert – doch die Chance darauf wurde ihm durch eine etwas seltsame Aufgabenstellung möglicherweise genommen. Auf unerklärliche Art und Weise und nur durch eine Verschwörung zu erklären wird auf seinem Notenauszug deshalb vielleicht trotzdem keine 1,0 auftauchung. Dies will U. nicht hinnehmen und erhebt deswegen Verpflichtungsklage gegen das Land Baden-Württemberg (im folgenden B. genannt) als Träger der Universität auf Erlass eines Notenbescheids, der eine 1,0 in Öffentlichem Recht aufweise.
A Eröffnung des Verwaltungsrechtswegs
- Es muss sich um eine öffentlich-rechtliche Streitigkeit nichtverfassungsrechtlicher Art handeln. Die Universität handelte hoheitlich im Subordinationsverhältnis, damit ist der öffentlich-rechtliche Bereich einschlägig. Verfassungsrechtliche Fragen werden hierbei nicht berührt.
B Zulässigkeit
- Statthafte Klageart: U begehrt einen ihn begünstigenden Verwaltungsakt, der ihm von B nicht gewährt wird. Verwaltungsakt (Definition: §35 VwVfG) ist der Notenbescheid deshalb, weil er eine individuell-konkrete Einzelfallregelung ist, den U nicht nur im rein internen Verhältnis berührt und hoheitliches Handeln der Behörde mit Außenwirkung darstellt. Somit ist die Verpflichtungsklage statthafte Klageart.
- Klagebefugnis: U macht geltend, in seinem Recht auf faire Benotung eingeschränkt zu sein (nach §42 II VwGO und irgendeinem Hochschulgesetz).
- Vorverfahren: U hat keine Lust auf so eine Prozedur, deswegen wird er bei diesem Punkt mal eben etwas ungenau und lässt das Widerspruchsverfahren (§68 II VwGO) einfach weg…
- Klagefrist: Nach §74 II VwGO beträgt die Klagefrist einen Monat. Diese Frist hat U eingehalten, da er noch am selben Tag die Klage einreichte. Widerspruchverfahren ignorieren wir ja der Einfachheit halber.
- Beteiligungs- und Prozessfähigkeit der Beteiligten: U. ist nach §61 Alt. 1 und §62 1. Alt. VwGO als natürliche und geschäftsfähige Person beteiligungs- und prozessfähig; B. ist nach §61 Alt. 3 VwGO beteiligungsfähig und nach §62 III VwGO in Form ihrer gesetzlichen Vertreter auch prozessfähig.
- Allgemeines Rechtsschutzbedürfnis: Dies würde fehlen, wenn der Kläger auf leichterem Weg zum Erfolg kommen könnte, was hier aber nicht der Fall ist, da die Universität Karlsruhe sich in Vergangenheit des Öfteren als sehr störrischer Partner erwiesen hat, wenn es um Sonderwünsche geht.
C Begründetheit
- Passivlegitimation der Beklagten: Nach §78 I Alt. 1 VwGO ist die Klage an den Träger der Behörde zu richten, die den begehrten Verwaltungsakt zu erlassen hätte. Dies ist im Fall der Universität Karlsruhe das Land Baden-Württemberg.
- Rechtswidrigkeit der Ablehnung: Der U ist sich sicher, dass er einen Anspruch gegen die B hat. Scheiß auf materielles Recht.
- Rechtsverletzung: U ist damit in seinen Rechten verletzt, da er nach irgendeinem Hochschulgesetz mit Sicherheit Anspruch auf einen faire Benotung hat.
- Spruchreife: Bem Erlass eines Notenbescheids ist das Ermessen der Behörde stark eingegrenzt. Es rechtfertigt keinenfalls die Herabstufung einer dermaßen brillianten Leistung.
Die Klage ist also zulässig und begründet, womit die B. verpflichtet wird, die Universität Karlsruhe anzuhalten, U. einen Notenbescheid mit einer 1,0 in Öffentlichem Recht auszustellen.
Nur für den Fall der Fälle…
Ganz schlecht ist die Klausur auch nicht gelaufen, die Zeit war leider todes-knapp und ich konnte meine perfekten Falllösungskenntnisse nicht in der gewünschten Form anbringen, da statt drei oder vier Fällen ganze sieben abgefragt wurden und deshalb Schlampigkeit gefragt war. Nichtsdestotrotz hab ich jetzt Ferien
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Ja, in Deutschland ist alles fein geregelt. So unter anderem auch die Listen der Gewerbe, die zulassungspflichtig als Handwerk oder handwerksähnlich betrieben werden können (Anlage A bzw. B der Handwerksordnung). Natürlich sind da Berufe wie Tischler, Müller und Maurer dabei – aber auch folgende Nischengewerbe befinden sich unter den 151 anerkannten Handwerksgewerben:
- Brunnenbauer
- Rolladen- und Jalousiebauer
- Orthopädieschuhmacher
- Wachszieher
- Glasveredler
- Handzuginstrumentenmacher (kompliziertes Wort – meine Vermutung wäre, dass es sich um Posaunen handelt)
- Vergolder
- Schilder- und Lichtreklamehersteller
- Eisenflechter
- Fahrzeugverwerter (=Schrottplatz-Heini?)
- Holzschuhmacher
- Holz-Leitermacher
- Holzreifenmacher
- Holzschindelmacher (ja, mit Holz kann man so einiges anstellen)
- Bürsten- und Pinselmacher
- Fleckteppichhersteller
- Klöppler
- Kunststopfer (die Frage ist, was er denn so stopft)
- Handschuhmacher
- Innerei-Fleischer, Kuttler (lecker, lecker)
- Fleischzerleger, Ausbeiner
- Schnellreiniger (ich dachte, der kommt aus der Flasche…)
- Getränkeleitungsreiniger (bitte – was?!)
- Lampenschirmhersteller
- Schirmmacher
- Schlagzeugmacher
(Anm.: Ja, sowas lernt man im öffentlichen Wirtschaftsrecht – wenn man mal ein paar Seiten weiterblättert…)
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Durchaus sehenswert wie Farin Urlaub diese unangenehme und doch lustigen Aufgabe meistert… da stellt sich nur eine Frage: Ist die tatsächlich etwas doof – oder gehört das zu einer raffinierten Marketingstrategie?!
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Nachdem ich in den letzten Tagen entweder keine Zeit oder keine Muse hatte, ist sie nun fertig: Die einzigartige und garantiert nur für Inwis verständliche Geschichte des dritten Semesters.
Die Sonne ging auf im supranationalen Königreich Amador und Königin Dorothea begab sich mit ihren Söhnen Markus Cocke, Martin Younger und Reinhard Kasami zum Frühstück. Doch wie sie gerade ihre Hauptversammlung antraten, erscheint ihr Hausdiener, Signore Gozinto, völlig außer Atem an der Tür. „Stasi ist raus!“, rief er aufgeregt. Und tatsächlich, Stasi, der süße kleine Zottelbär (wobei „süß“ und „klein“ immer relativ zu sehen sind), den die Königsfamilie als Haustier gehalten hatte war verschwunden. Und nicht nur das, auch Reinhards gelbe Lieblingsjacke ließ sich nirgends im königlichen Schloss finden. „Ich will sofort ein Erklärungsmodell für diesen Grundrechtsverstoß! Und dass mir ja keiner mit Stereotypen, Ontologien oder nichtssagenden Gödelnummern ankommt!“, schrie Dorothea.
Ganz klar ein Fall für die beiden FBI-Agenten Neyman & Pearson, deren Spezialgebiet unentscheidbare Probleme waren.
„Alles pillepalle, erstmal Bubu machen“, meinte Neyman und nahm einen tiefen Zug aus seiner Pfeife.
„Ab geht er!“, pflichtete Pearson ihm zu. „Wir gehen nämlich nach dem allgemeinen Vernunftprinzip vor und erstellen erst eine suffiziente Anforderungsanalyse – das nennen wir die Big-M-Methode. Aber zuerst müssen wir mit den Wissensträgern sprechen und diese Informationen nach dem Enumerationsprinzip konkatenieren – danach haben wir hoffentlich ein verkürztes Tableau. Bisher war das immer der gleichmäßig beste Test zum Niveau a. Ein Orakel brauchen wir da nicht.“
Und so begannen sie mit ihrer Instanzüberprüfung bei Signore Gozinto.
„Rück raus mit der Diagonalsprache!“, forderte Neyman ihn auf.
„Ich.. ich.. ich bin äh eine Nichtschlüsselattribut, das Sie mussen mir glauben!“, höchstötterte Gozinto, der sehr nervös war, weil er seine Aufsichtsratspflicht verletzt hatte.
„Ein sehr stiller Gesellschafter“, brummte Neyman.
„Wenig konsistent“, pflichtete ihm Pearson zu.
„Ach, mir doch fallen etwas ein. Vorhin kam Travelling Salesman mit riesige Knapsack vorbei.“, ergänzte Gozinto schnell.
„Hm, vielleicht ist das eine zulässige Startlösung“, hoffte Neyman. „Ich hoffe, du schwindelst uns nicht an. Ansonsten müssen wir dich und deine ganze Exponentialfamilie gnadenlos faktorisieren!“
„Branch-and-Bound!“, grinste Pearson. “Erbarmungsloses Schnittebenenverfahren.”
Die beiden machten sich ausgehend von dieser Nullhypothese auf die Suche nach dem Travelling Salesman.
„Meinst du, wir können dieser inhärent mehrdeutigen Church’schen These vertrauen, ohne eine Sensitivitätsanalyse durchzuführen?“, fragte Neyman.
„Wir sollten bei der Selektion jedenfalls keiner Regula Falsi nachgehen“, meinte Pearson. „Dafür ist der Kapitalwert zu hoch und wir haben nicht mehr viel Ammortisationszeit. Da müssen wir eventuelle Nebenbedingungen außer Acht lassen.“
Doch scheinbar war ihr Approximationsschema nicht verklemmungsfrei und nach einigen gescheiterten Stichproben kam es den beiden so vor, als würden sie sich auf einem Hamilton Circuit bewegen. Eine erwartungstreue Konfidenzintervallschätzung war in weite Ferne gerückt.
Neyman zweifelte: „Langsam frage ich mich, ob es hier überhaupt einen Existenzquantor gibt. Vielleicht handelt es sich bei der ganzen Sache auch nur um einen Scheinvorgang…“
Pearson versuchte, ihn zu beschwichtigen: „Ach, der geht uns schon noch ins Petri-Netz!“
Da begegneten ihnen Harry und James Potter sowie ein Franzose, der in Karlsruhe ein Fitnesscenter mit Bar, Geschäft für Sportergänzungsprodukte und Parfümerie betreiben will. „Ob-er-(wohl-etwas)-weiß?“, fragte sich Neyman.
„Ich denke, ich kann zu Ihrem Parameterraum etwas beitragen“, antwortete der Franzose. „Schauen Sie sich mal beim Butzemann um, er wäre ein zulässiger Punkt… aber Vorsicht, er hat eine gefährliche MadCow! Eröffnen Sie also sofort den Schutzbereich, wenn Sie sie sehen.“
Neyman und Pearson erschien diese Information endlich mal als regulärer Ausdruck und sie hofften mithilfe dieser Zielfunktion auf einen schnellen Kleene’schen Abschluss ihres Suchproblems.
Angekommen beim Butzemann nahmen sie der MadCow mithilfe der Einbettung in eine abgeschlossenen Hülle sofort ihre Grundfreiheiten, um sie von jeglicher Mitwirkung auszuschließen.
„Puh, die ist ganz schön NP-schwer“, stöhnte Neyman, als er sie gemeinsam mit Pearson in eine am Wegrand liegende T-Box sperrte. „Closed World, meine Liebe“, grinste er sie an, als sie in ihrem Semantic Web zappelte und vergeblich einen komplementären Schlupf suchte.
Plötzlich stürmte der Butzemann aus seiner Pivotspalte: „Was machen Sie denn da?! Ich muss wohl meiner Rügepflicht nachkommen!“, rief er empört. „Schließlich habe ich hier die Geschäftsführung!“
„Keine Sorge, sie hat genug P-Space.“, entgegnete Neyman. „Aber nun zu Ihnen, Sie Kannkaufmann! Haben Sie vielleicht eine Beschreibungslogik für den Vorfall im Königshaus?“
Der Butzemann stellte blitzschnell eine Kostenvergleichsrechnung auf und sah ziemliche Inferenzprobleme auf sich zukommen. Er versuchte, über eine Swimlane zu seiner Turingmaschine fliehen. Doch da war er an die falschen geraten. Neyman führte seinen berühmten Full-Outer-Theta-Join durch und Pearson packte den noch lebendigen, aber stark zusammenhängenden Butzemann in ein stellenberandetes Teilnetz und machte sein Halteproblem damit perfekt.
„Ich denke, die Risikofunktion haben wir jetzt minimiert. Ich hoffe, das ist für dich eine semantische Integritätsbedingung, Freundchen!“, grummelte Pearson.
„Aua… meine Knochen sind jetzt rekursiv aufzählbar“, jammerte der Butzemann. „Das war doch nicht angemessen oder gar verhältnismäßig! Haben Sie überhaupt eine Passivlegitimation?“
„Wirst du wohl sprechen?! Oder sollen wir tatsächlich Ogden’s Lemma oder eine Maßnahme gleicher Wirkung anwenden und dich in Greibach-Normalform bringen? Dann wär’s aber aus mit deinem physischen Entwurf!“, brüllte Neyman ihn an.
„Bitte keine Vergröberung! Ich bin doch so ein Weak Entity…“, flehte der Butzemann. „Na gut… dann füge ich mich eben dem Zitiergebot. Zuerst sollten Sie wissen, dass hier eine kontextsensitive mehrstellige Beziehung vorliegt. Die Primärschlüssel waren Tschebyscheff und Chomsky!“
Der geneigte Leser wird sich nun fragen, wer sich hinter dieser Genossenschaft verbirgt. Doch für Neyman und Pearson war die Potenzmengenkonstruktion nun berechenbar und der logische Entwurf zeichnete sich vor ihrem inneren Auge ab: Die bösen russischen Zauberer Tschebyscheff und Chomsky hatten die Warenverkehrsfreizügigkeit schon des Öfteren sehr teleologisch ausgelegt doch mit dieser Enteignung war der Wesensgehalt der Eigentumsfreiheit endgültig angetastet.
Aber aufgrund ihrer starken Dualität war eine Verhaftung der beiden nicht simplex. Sie hatten sich mit der Subsumption des halben Königreichs ein konzeptuelles Schema geschaffen und die daraus folgende starke Vergesellschaftung dieser Clique schuf eine gewisse Passivlegitimation. Jeder endliche Automat versuchte, in der Chomsky-Hierarchie möglichst weit aufzusteigen – vielleicht sogar in den Vorstand. Und da fast alle in einer Nerode-Relation zu ihnen standen wurde jeder kritische Vorgang nach dem Toleranzkriterium behandelt und Junktimklauseln eigentlich nie angewendet.
Doch nun hatten Neyman und Pearson durch diesen Auffangtatbestand eine statthafte Klageart und aus einem NP-vollständigen Entscheidungsproblem war durch diesen Epsilon-Übergang ein relaxiertes Problem entstanden. Diese unzulässige Legalenteignung würde auch die Supersivionsinstanz als akzeptierenden Endzustand anerkennen, denn ein legitimer Zweck war nicht mehr zu erkennen.
Die beiden festzunehmen, sollte eigentlich ein rein ganzzahliges lineares Optimierungsproblem sein: Tschebyscheff und Chomsky waren nicht sonderlich intelligent, sie beherrschten nicht mal das Bandalphabet und die universelle Sprache.
„Die Zauberer hängen bestimmt im CMYK ab, schauen 3SAT, malen 3Color-Bilder aus und spielen mit dem Pumping Lemma oder einem anderen stupiden Zweipersonen-Nullsummenspiel. Ach… und bitte berücksichtigen Sie, dass ich von ihnen voll elementar funktional abhängig war. Da lagen quasi zwingende Bedürfnisse meines persönlichen Allgemeinwohls vor. Und ich war ja eigentlich nur ein überflüssiger Zustand…“, bat der Butzemann.
„Jetzt aber keine Pufferzeit verstreichen lassen, sonst sind sie vielleicht bald schon wieder im Reisegewerbe.“, rief Neyman, während er sich zur Übergangsfunktion bereitmachte
Neyman und Pearson schlichen leise die Drei-Stufen-Lehre in den dunklen Kellerautomat herab, schließlich wollten sie den Leverage-Effekt ausnutzen. Doch was sie da vorfanden, überraschte sie: Tschebyscheff und Chomsky lagen vollständig unimodular am Boden, nachdem sie zu viel belgisches Bier und Cassis-de-Dijon getrunken hatten. Neben ihnen an mehreren Stellen der gesamte Lagerbestand, den sie durch ihre Netzplantechnik angesammelt hatten. Darunter Stasi, der zufrieden einen Yufka knabberte, mehrere duale Variablen, ein paar gebrauchte Entitys, ein brandneuer PDA und einige Autos.
„Hitzfeld! Ein Ferrari!“, rief Neyman begeistert aus.
„Norbert, ist doch nur ein Fiat…“, korrigierte ihn Pearson verächtlich. „Jedenfalls ist der Wiedergewinnungsfaktor für die Eigentümer enorm. Die müssen eine gehörige Schadensfunktion erlitten haben.“
Als die beiden Agenten sie in ein Vertex-Cover packen wollten, wachten Tschebyscheff und Chomsky auf. Enttäuscht seufzten sie: „So was dummes, dabei hatten wir so einen guten vollständigen Finanzplan…“. Doch sie beugten sich der Personalkonzession und wurden mit einem k-fachen Produkt, das keinen Netzmorphismus zuließ, auf einen Stack gefesselt.
Die beiden Agenten durchquerten gemeinsam mit ihren Gefangenen das Wald-Kriterium und näherten sich bald dem königlichen Schloss.
„Houston, wir haben eine Lösung!“, rief Pearson schon von weitem.
„Na dann lasst mal die Ergebnisse sprechen!“, meinte Dorothea erwartungsvoll.
Und das taten Neyman und Pearson. Sie lieferten ein komplettes Beschreibungsmodell mit allen Inhalts- und Schrankenbestimmungen – und zwar ex tunc. Dorothea war totalrekursiv glücklich und belohnte sie wegen des besonderen öffentlichen Interesses mit einer großzügigen Gesamtkapitalrendite.
Endwert gut, alles gut.
„Man ist fürs Regieren gewählt und nicht dafür, sein Gewissen zu untersuchen.“
„[Die Abgeordneten]… sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.“
Der erste Satz kommt von Judith Pauly-Bender, der designierten Frauen-Ministerin im Kabinett Andrea Ypsilantis in Hessen und bezieht sich auf die Absicht der SPD-Abgeordneten Dagmar Metzger, die der von der Linkspartei gestützten Rot-Grünen Regierung ihre Stimme verweigern will – da diese Konstellation im Wahlkampf von Ypsilanti selbst strikt ausgeschlossen wurde und Metzger das als Wahlbetrug ansieht.
Der zweite entstammt Artikel 38 Abs. 2 des Grundgesetzes. Und ich bin mir sicher, dass die hessische Landesverfassung das ganz ähnlich regelt.
Ich blogge nun wirklich nicht viel über Politik (genau genommen ist das sogar das allererste Mal), aber als ich diese Aussage gelesen hatte (und angesichts der Tatsache, dass ich gerade am Lernen auf die Klausur im Öffentlichen Recht bin und mich gestern erst mit diesem Paragraphen beschäftigt hatte), konnt ich nicht anders. Unsere Demokratie ist tot. Natürlich nicht wegen diesem Vorfall, sondern weil sie keine vernünftige Zukunft hat – aber wie könnte ein Missstand deutlicher hervortreten als auf diese Weise: wenn ein Regierungsmitglied die Verfassung mit Füßen tritt?
Ich fürchte nur, dass es keine Alternative zu dieser unseren Demokratie gibt. Und dieser Gedanke behagt mir wirklich nicht.
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Ja, so ist er, mein VfB. Sehr schön beschrieben, was diesen Verein ausmacht – seine leicht gehobene Durchschnittlichkeit. Und auch wenn man sich so oft die Haare raufen muss – irgendwie bleibt er doch sympathisch und kriegt wieder ne Chance. Außerdem ist es immer noch der VfB, egal was da kommen mag. Jawoll!
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Die Southside-Karten sind da! Nachdem ich sie am allerletzten möglichen Tag von der Post abgeholt hab (das kommt davon, wenn man ein paar Tage in der alten Heimat ist). Rock am Ring musste dieses Jahr leider verschmäht werden, da das Lineup für meinen persönlichen Geschmack unter aller Sau ist – und ich das Southside sowieso mal erleben wollte.
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Heute sollten die Noten von Info3 kommen.
Ich bin also extra gleich morgens nach dem Aufstehn (gegen halb 11) an den PC. Nichts online. Na gut, dann etwas abwarten.
Mittagessen: Nichts online.
Nachmittag: Nichts online.
Dann, gegen fünf Uhr verbreitet sich die Nachricht – und tatsächlich, die Ergebnisse sind da! Schnell die Datei öffnen – oh, da braucht man seinen Zettel mit der ID, die man bei der Klausur ausgeteilt bekommen hat. Hmm, wo liegt denn mein Geldbeutel? Kurze Suche, bis mir einfällt: Den hab ich im Auto liegen gelassen. Allerdings in dem Auto, mit dem mein Vater grad im Geschäft ist – und so warte ich immer noch, diesmal darauf, dass er heimkommt…
