Eine Heizung rastet aus


StudiVZ-AGB: Wo ist das Problem?
Montag, 17 Dezember 2007, 22:56
Gespeichert unter: Lebenserfahrung satt, Unzufrieden, unzufrieden!
StudiVZ-Datenschutzerklärung vom 20.12.2007 

4. + 5.
[...]
Ich nehme zur Kenntnis, dass ich, falls eine solch personalisierte
Werbung von mir nicht mehr erwünscht ist, diese ablehnen und der Nutzung
meiner Daten jederzeit widersprechen kann. Hierzu kann ich nach dem
erfolgreichen Einloggen in das studiVZ-Netzwerk in der Rubrik
"Datenschutz" am Ende des Textes zur Einwilligung in die Verarbeitung
personenbezogener Daten meine Einstellungen unter "Einstellungen zur
Verwendung meiner Daten" aufrufen und anpassen. 

6.
[...]
Ich nehme zur Kenntnis, dass ich, falls der Erhalt von elektronischer
Post mit werbendem Charakter von mir nicht mehr erwünscht ist, die
Zusendung ablehnen und dem Erhalt der Nachrichten jederzeit
widersprechen kann. Hierzu kann ich nach dem erfolgreichen Einloggen in
das studiVZ-Netzwerk in der Rubrik "Datenschutz" am Ende des Textes zur
Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten meine
Einstellungen unter "Einstellungen zur Verwendung meiner Daten" aufrufen
und anpassen.

Würden diese ganzen Hobby-Panikmacher, die gerade blind der protestierenden Horde hinterherrennen, einfach mal die Augen öffnen und die Zeit, die für’s rumheulen, Leute warnen und Profile „anpassen“ draufgeht, für einen (einen!) Klick an der richtigen Stelle verwenden, statt einen auf Möchtegern-“ich bin dagegen“-Che-Guevara zu machen, wär das „StasiVZ“-Problem kein Problem mehr. Schön, dass man heutzutage keine Bomben mehr werfen muss, um revolutionär, kritisch, freiheitsbewusst – und hauptsache dagegen – zu sein.
Oh wie ich es hasse, wenn alle einfach mal aus Prinzip protestieren, ohne überhaupt zu wissen, worum es geht. Noch schlimmer, wenn sie das wild verbreiten und dadurch Panik schüren.

Eine Meinung zu haben ist ja wirklich lohnenswert – sie sich aber selbst zu bilden, statt sie einfach von dem zu übernehmen, der am lautesten schreit, unbezahlbar.

„Ich bin dagegen, denn ihr seid dafür.
Ich bin dagegen, ich bin nicht so wie ihr.
Ich bin dagegen, egal, worum es geht.
Ich bin dagegen, weil ihr nichts davon versteht.“

(Die Ärzte – „Rebell“)

Der Individualismus des 21. Jahrhunderts scheint bloß darin zu bestehen, der größten „individuellen Masse“ anzugehören. Eigentlich traurig.


5 Kommentare bis jetzt
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[...] Hier eine Auswahl von Blogs, die das studiVZ kritisch beäugen (die große Mehrheit, weil nur einige wenige User Positives über das Studierendenverzeichnis zu vermelden haben): [...]

Pingback von Blogger gegen StalkerVZ? « StudiVZ = StalkerVZ?

aber angeblich kann man seinen Account doch nicht mehr komplett löschen und das ist schon ein bisschen blöd…

Kommentar von Pas

Stimmt ebenfalls nicht (mehr). Es gab nämlich nach den ersten Protesten eine Änderung des AGB-Entwurfs – und nach dem wird alles gelöscht bei Abmeldung.

Die weiteren Änderungen, die es gab, sind auf http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,523564,00.html gut beschrieben. Und – obwohl der Artikel auf den ersten Blick immer noch ein negatives Bild wirft – es gibt in der revidierten Fassung der AGB keine Klausel, die ich als bedenklich einstufen würde. Der einzige Punkt bleibt, dass man der personalisierten Werbung erstmal zustimmen muss, um sie dann mit einem Mausklick wieder ablehnen zu können. Wie gesagt: deutlich weniger Aufwand, als der, der grad für Proteste aufgebracht wird. Aber leider haben wohl die meisten, die jetzt gegen „Schnüffel-VZ“ wettern, die Regelungen gar nicht durchgelesen. Was ich dazu denke, steht, denke ich, in meinem Artikel ausführlich genug.

Ansonsten:
Profile können wieder vollständig gelöscht werden, Daten werden nicht an Dritte weitergegeben (außer an Strafvollzugsbehörden zur Gefahrenabwehr und Verfolgung von Straftaten – in meinen Augen nur fair), keine Handy- und Messengerwerbung und der eMail-Werbung kann ebenfalls widersprochen werden – übrigens müssen unklar formulierte Passagen im Zweifel immer zu Gunsten des Nutzers ausgelegt werden (§305c II BGB).

So what?!

Kommentar von UlfsHeizung

vielleicht geht es um das prinzip? studivz war einmal keine kommerzielle plattform, es wurde als dienst aufgezogen mit dem kein geld verdient werden wollte und dessen ziel es auch nicht war irgendwann mal geld damit zu verdienen. so wurden daten gefangen, leichtes spiel und diese anvertrauten daten werden jetzt dazu benutzt geld zu verdienen. und mit personalisierter werbung kann man glaub ich schon ordentlich geld verdienen. gegen personalisierte werbung kann man eigentlich nichts sagen weil google sie fast überall da einsetzt wo es für werbebanner etc. verantwortlich ist. daten bekommen sie indem sie unsere suchanfragen auswerten, also das ist eigentlich noch viel krasser!
es wurde also gesagt dass studivz vollkommen frei sei und jetzt sollen meine daten auf einmal für kommerzielle zwecke verwendet werden? klar werden sie das an vielen stellen, aber der vertrauenbruch ist trotzdem da.

Kommentar von marcus

[...] Euer Senf UlfsHeizung on Ich hab mich VerliebtFlo on Ich hab mich VerliebtUlfsHeizung on Das war 2007Pas on Das war 2007marcus on StudiVZ-AGB: Wo ist das Proble… [...]

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